Entwicklung
Entwicklungsfördernde Wirkungen des Babybadens
Atemmuskulatur:
Der Wasserdruck sorgt für eine verstärkte Atmung. Das Kind ist gezwungen gegen den erhöhten Druck einzuatmen. So kräftigt es seine Atemmuskulutur.
Herz- und Kreislaufsystem:
Der Wasserdruck lastet auf den eingetauchten Körperteilen des Kindes und presst die dicht unter der Haut liegenden Venen zusammen. So gelangen 20% mehr Blut in die Herzhälften.
Der Herzmuskel wird durch diese Dehnung entsprechend vergrössert und gekräftigt, was sich positiv auf die Ausdauer des Kindes auswirkt.
Die Wassertemperatur (33 Grad) provoziert Bewegungen beim Baby; es vertieft seine Atmung und das Herz- Kreislaufsystem wird aktiviert und somit auch wieder seine Ausdauer erhöht.
Skelettmuskulatur:
Durch die vielen Bewegungsreize im Wasser kommt es zu einer gleichmässigen Ausbildung der ganzen Skelettmuskulatur.
Die Auftriebskraft des Wassers entastet den Stütz- und Bewegungsapparat. Das Baby erfährt muskuläre Erleichterung (ausser Kopf; da er sich ausserhalb des Wassers befindet!!)
Muskeltonus:
Die grossflächigen Reize durch den Wasserwiderstand stimulieren die unter der Haut liegenden Nervenfasern was sich entspannend auf den Muskeltonus auswirkt.
Immunsystem:
Durch den Reiz des Unterschieds von Wassertemperatur (33 Grad) zur normalen Körpertemperatur des Babys kann das Kind seine Wärmeregulation verbessern
was sich auch positiv auf seine Abhärtung auswirkt.
Verbesserung des Gleichgewichts:
In der Schwerelosigkeit des Wasser spürt das Baby seinen Gleichgewichtssinn intensiver und verbessert ihn.
Fast uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten:
Das Baby erlebt im Wasser eine dreidimensionale Bewegungsaktivität im Gegensatz zum Aufenthalt an Land.
Vielfältige Bewegugserfahrungen:
Unterschiedliche Aktivitäten im Wasser ermöglichen dem Säugling Bewegungen zu denen es an Land noch nicht fähig ist.
Hohe Bewegungsmotivation:
Mit Hilfe dosierter elterlichen Hilfestellung kann das Baby erste Ziele (z.B. Bälleli) ansteuern. Die positiv erlebten Ursache-Wirkung-Zusammenhänge seiner Bewegungen lassen das Baby eine hohe Eigenmotivation für Bewegungen entwickeln.
Schnelleres Lernen:
Die häufigen Lageveränderungen im Wasser und die hautintensiven Reize intensivieren die Entwicklung der zerebralen Verknüpfungen, das heisst , die Hirnzellen werden angeregt zu frühzeitigen und stärkerem Wachstum und Vernetzung.
Grössere Kontaktbereitschaft zu den Kindern und Erwachsenen:
Der Umgang mit Gleichaltrigen und Erwachsenen wird selbstverständlich. Auch scheue Kinder zeigen mit der Zeit weniger Ablehnung zu Personen aus der gewohnten Gruppe.
Selbstsicherheit:
Lob und liebevoller Zuspruch geben dem Kind Anerkennung. Seine Selbstsicherheit wird gestärkt.
Intensivere Mutter/Vater-Kind-Beziehung:
Die körpernahe Zuwendung einer Bezugsperson und der grossfächige, schützende Hautkontakt intensiviert die Beziehung des Kindes zu seiner Bezugsperson.
Selbstvertrauen:
Gelingt dem Kind eine neue Bewegungsaufgabe (wie z.B Reinspringen oder durch einen Mattentunnel krabbeln), freut es sich so, dass es diese Aufgabe immer wieder von neuem wiederholen möchte. Das Vertrauen in sein Können wird gestärkt und das Kind wagt sich schneller an neue Herausforderungen heran.














